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Auf Schusters Rappen - das Wandern neu entdecken

Im Zeitdruck des Alltags sind wir meist gezwungen, möglichst schnell von A nach B zu kommen - ob im Auto oder auf andere Weise motorisiert, die Umwelt flitzt an uns vorbei. Es ist ein Luxus geworden, der Langsamkeit zu frönen und den Weg zum Ziel zu machen. Dabei tut es so gut, sich mit Muskelkraft durch die Landschaft zu bewegen; das Wandern ist ein Plus für die Gesundheit - und deshalb nicht nur des Müllers Lust.

Wie Wandern wirkt

  • Durch die kontinuierliche Bewegung wird unser Herz-Kreislaufsystem trainiert, die Ausdauer wird gefördert.
  • Der Stoffwechsel wird angeregt.
  • Unsere Muskulatur wird gekräftigt, die Gelenke dadurch stabilisiert.
  • Unsere Koordinationsfähigkeit, der Gleichgewichtssinn sowie die Reaktionsfähigkeit werden trainiert.
  • Unsere Knochen, Sehnen und Bänder werden besser mit Nährstoffen versorgt, das trägt zum Erhalt und der Verbesserung ihrer Funktionsfähigkeit bei.
  • Das Immunsystem profitiert von den bewegten Aufenthalten in der frischen Luft.
  • Auch unsere Lungen, unsere Atemwege passen sich an und werden mit der Zeit leistungsfähiger.
  • Regelmäßiges Wandern baut nicht nur Muskeln auf, sondern auch Körperfett ab - abhängig von Geschlecht, Körpergröße, -zusammensetzung und Gewicht verbraucht ein Erwachsener etwa 250 bis 350 Kilokalorien stündlich; bei gesteigertem Tempo/Schwierigkeitsgrad können das auch 500 Kilokalorien werden.
  • Das zügige Zurücklegen der Strecken auf Schuster Rappen ist außerdem eine Wohltat für die Seele - Stress wird abgebaut, die Entspannung gefördert und die Produktion des Glückshormones Dopamin angeregt. Wandern wird sogar therapeutisch, zum Beispiel während Klinik- oder Kuraufenthalten, zur Behandlung bei Angstzuständen und Depressionen angewendet.

Die richtige Ausrüstung/Kleidung

Enorm wichtig sind optimal passende Wanderstiefel, die auch dem Sprunggelenk Halt geben; eine Profilsohle aus griffigem, rutschfestem Belag ermöglicht unter anderem bei Nässe ein sicheres Gehen über Stock und Stein. Beratung und Kauf in einem Fachgeschäft sind sehr zu empfehlen. Schuhe, die zu eng/zu weit sind oder aus ungeeignetem Material, vermiesen die Wonne am Wandern schnell und erhöhen die Unfallgefahr. Außerdem sollte unser Fuß vor der ersten längeren Wanderung Gelegenheit dazu haben, sich mit den Tretern anzufreunden (zum Beispiel bei Spaziergängen).

Auch die Socken/Wanderstrümpfe sollten vorher gewaschen und mit dem Schuhwerk zusammen getragen worden sein.

Bei der Kleidung haben sich funktionelle, atmungsaktive, leichte Materialen bewährt, die Schweiß zügig an die Oberfläche leiten und verdunsten lassen; diese Stoffe trocknen schnell und können während größerer Touren problemlos gewaschen werden. Es gibt praktische Wanderhosen, deren Beinlänge sich mithilfe von Reißverschlüssen bedarfsgemäß von kurz bis lang verändern lässt. Eine wind- und wasserdichte Jacke sollte sich auf jeden Fall im Marschgepäck befinden. Eventuell braucht es noch eine Fleecejacke/einen Fleecepulli, der nach dem Zwiebelprinzip über dem Shirt/unter dem Wind- und Regen-Stopper getragen werden kann. Eine geeignete Kopfbedeckung kann sowohl vor Regen als auch vor der Sonne schützen.

Bewegt man sich im Gebirge, ist zu berücksichtigen, dass das Wetter sehr schnell umschlagen und es in luftiger Höh‘ deutlich kühler sein kann als drunten im Tale. Ein Wechsel-Shirt dabei zu haben, kann bei unerwarteten Regengüssen oder nach steilen Anstiegen (Shirt nassgeschwitzt) sehr nützlich sein.

Das Mobiltelefon auf jeden Fall mitnehmen.
Wanderkarte und Kompass (zusätzlich zum Smartphone).
Sonnenschutz ist im Gebirge unverzichtbar.
Eine Stirnlampe kann zur Ausrüstung gehören, besser ist es allerdings, das Tagespensum so zu planen, dass man sicher vor Einbruch der Dunkelheit sein (Zwischen-)Ziel erreicht hat.

Sollten wir am Stock gehen? Wanderstöcke sind in den Bergen auf jeden Fall zu empfehlen - um die Gelenke zu schonen (besonders beim Bergab-Gehen) oder um den Weg, der vor einem liegt, abzutasten. Auch der Stockeinsatz sollte nicht erst bei der ersten Wanderung eingeübt werden.

Genügend Proviant mitnehmen; neben ausreichend Flüssigkeit sollte man auch etwas zum Beißen dabei haben (auch Wanderhütten-Türen können verschlossen sein).

Die Wanderapotheke sollte auf jeden Fall

  • Verbandszeug
  • (Blasen-)Pflaster
  • eine (Zecken-)Pinzette zum Entfernen von Zecken, Splittern, Dornen …
  • Schmerzmittel
  • Wunddesinfektion (Hautabschürfungen)

enthalten.

Impfschutz, insbesondere Tetanus, sollte bestehen.

Gut geplant ist halb gewandert

Auch beim Wandern gilt: Vom Kleinen zum Großen. Zunächst sollte man sich kürzere Strecken vornehmen, mit nicht zu großen Höhenunterschieden und auf gut befestigten Wegen, oder Touren in Angriff nehmen, die abgekürzt werden können. Überanstrengung und Übermüdung verderben nicht nur den Spaß an der Sache, sondern erhöhen auch die Verletzungsgefahr.

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