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Rückenschmerzen - Warum die meisten Rücken nicht entzücken

Ist es denn zu fassen? Ungefähr 70 Prozent der 30- bis 60-Jährigen leiden immer oder immer wieder unter Rückenschmerzen! Freilich ist unsere Wirbelsäule, mit allem, was dazugehört, ein kompliziertes Konstrukt, welches sich im Laufe der Evolution modifiziert hat, um unserer Spezies den aufrechten Gang zu ermöglichen. Praktizieren wir diesen aufrechten Gang (oft genug)? Nutzen wir diese großartige Bewegungsfreiheit, die uns die Natur zur Verfügung stellt? Im Kindesalter ja - da machen wir Purzelbäume, hüpfen durch die Gegend, sitzen in die Hocke, springen wieder auf, Klettern auf Kirschbäume … Aber später? Bedienen sich vielleicht nur ca. 30 Prozent der 30- bis 60-Jährigen der Möglichkeiten, die uns unser Bewegungsapparat bietet? Unsere Wirbelsäule kann/will in alle Richtungen bewegt werden, sie lässt sich beugen, strecken, ist für Drehbewegungen konstruiert … Überlastung, zu schweres, einseitiges Heben kann freilich Rückenschmerzen auslösen - doch auch eine „Unterlastung“ kann und wird mit der Zeit spürbare Degeneration bedingen. Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz. Und nicht nur körperliche Über- oder Unterforderung kann hier chronische Probleme verursachen, sondern auch seelische Bürden, an denen wir schwer zu tragen haben.
 
Doch zurück zur Unterforderung des großen Bereiches Rücken. Die Wirbelsäule an sich hat eine perfekte Form. Die Bandscheiben fungieren als elastische Puffer zwischen den Wirbelgelenken, und vielfältige, regelmäßige Beanspruchung ernährt sie und erhält ihre Funktion. Genügend Flüssigkeit ist selbstverständlich auch für die Bandscheiben wichtig - sparen wir am Wasser, dann läuft unser ganzes System nicht „wie geschmiert“. Dann die rücken-relevante Muskulatur: Ist diese im Lot? Die Bauch- und Gesäßmuskeln - neben den Rückenmuskeln - ermöglichen erst eine gesunde Haltung. 

Die Realität sieht oft so aus: Wir arbeiten bevorzugt im Sitzen, immer nach vorne geneigt. Im Groben werden dabei die Arme und Hände (rechts- oder linkslastig) und die Brust- sowie die vordere Schultermuskulatur beansprucht. Die Rücken-, Bauch- und Gesäßmuskeln dagegen sind in dieser Position arbeitslos/schlaff, die Beine angewinkelt. Verbringen wir so täglich viele Stunden, passt sich der Körper an; der Rücken, die hintere Schulter, Bauch, Gesäß- und Beinmuskeln werden schwächer und die Front (Brust) verkürzt eher (Rundrückenbildung). Auch die Beine wollen sich, dank des ständigen Angewinkelt-Seins gar nicht mehr ganz ausstrecken lassen. Rückenbeschwerden auf der ganzen Linie sind die Folge, von unangenehmen Schulter-/Nackenverspannungen ganz zu schweigen. Solche muskulären Dysbalancen gilt es zu vermeiden.

Ausgleich ist aussichtsreich

Wer viel sitzt, sollte einen Teil seiner freien Zeit wandernd, walkend/joggend, mit Gymnastik oder Yoga, Kräftigung der vernachlässigten und Dehnung der verkürzten Muskeln (meist Brust-, Hüftbeuge- und Beinbeugemuskulatur) verbringen. Auch für jene, die im Alltag schwer arbeiten, heben oder tragen müssen, sind gezielte, ausgleichende Kräftigungs-, Dehn- und Lockerungsübungen sinnvoll.
Ob man zusammen mit Gleichgesinnten in ein bewegteres Leben startet oder lieber alleine (anfangs mit fachkundiger Anleitung), sich einem Verein anschließt, ein gutes Sportstudio besucht, oder von den vielfältigen Präventiv-Angeboten der Krankenkassen Gebrauch macht, ist zweitrangig. Wichtig ist: Besser jetzt starten, anstatt zu warten!

Ich hab‘ Rücken!

Beim Vorliegen akuter Beschwerden kann bereits die Auflage einer Wärmflasche/eines Körnerkissens oder ein Entspannungsbad für Linderung sorgen. Entzündungs- und schmerzlindernde Salben oder Gels sind weitere effektive Möglichkeiten, um dem Kreuzweh erstmal Paroli zu bieten. 
 
Ein Fall für den Arzt?

Wenn die Beschwerden binnen einer Woche nicht nachlassen (der Arzt kann die genaue Ursache ermitteln, Physiotherapie, manuelle Therapie oder Massagen verordnen).
Wenn Rückenschmerzen ausstrahlen in die Arme oder Beine, vielleicht sogar Gefühlsstörungen, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Lähmungserscheinungen auftreten, muss das unverzüglich abgeklärt werden.
Wenn die Beschwerden nie vollständig verschwinden, sondern permanent - mal mehr, mal weniger - vorhanden sind. Auch hier besteht Abklärungsbedarf, denn chronischer Schmerz ist eine schlechte Gewohnheit.
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